Neue Therapiekompetenz im Alten- und Pflegeheim des GZO
Zwei Mitarbeiterinnen erfolgreich zu MAKS®-Therapeutinnen qualifiziert
ERBACH. Das Alten- und Pflegeheim am Gesundheitszentrum Odenwaldkreis (GZO) baut sein spezialisiertes Betreuungsangebot für demenziell erkrankte Menschen weiter aus: Die beiden Mitarbeitenden des Betreuungsteams, Cindy Lade und Corina Mayer, haben erfolgreich ihre Qualifizierung zu MAKS®-m-Therapeutinnen abgeschlossen.
Mit dieser Zusatzqualifikation sind sie in der Lage, gezielte Therapieeinheiten für Menschen mit leichter bis mittelschwerer Demenz durchzuführen. Die MAKS®-Therapie ist ein wissenschaftlich fundiertes Konzept, das eine strukturierte psychosoziale Intervention in vier Bereichen kombiniert: motorisch, alltagspraktisch, kognitiv und sozial.
„Diese Qualifikation stärkt unser Bestreben, Menschen mit Demenz nicht nur zu betreuen, sondern ihre Lebensqualität aktiv zu fördern“, betont Kai Neumann, Einrichtungsleiter des Alten- und Pflegeheims.
Zukünftig werden im Altenheim des GZO ein- bis zweimal wöchentlich regelmäßige MAKS®-Therapieeinheiten in Kleingruppen mit bis zu zwölf Personen durchgeführt. Ziel der jeweils zweistündigen Therapieeinheiten ist es, die kognitiven Fähigkeiten und die Selbstständigkeit der Bewohnerinnen und Bewohner möglichst lange zu erhalten – bei gleichzeitigem Aufbau sozialer Kontakte.
Jede Einheit folgt einem klar strukturierten Ablauf: Das Läuten einer Klangschale dient als Anfangsritual und markiert den Beginn. Im Hauptteil folgen verschiedene Aktivitäten aus den vier MAKS®-Bereichen, bevor ein Abschlussritual den Rahmen abrundet.
Im alltagspraktischen Teil wird zum Beispiel gemeinsam gebastelt, gemalt oder es werden Blumen eingetopft. Der motorische Bereich umfasst einfache Aufwärmübungen, Finger- und Gymnastikübungen. Kognitiv werden durch Rätsel, „Stadt-Land-Fluss“ und weitere Spiele Denkprozesse aktiviert. Der soziale Aspekt zeigt sich im gemeinsamen Austausch – etwa durch Gespräche zu persönlichen Erinnerungen und zur Biografiearbeit.
Monats- und jahreszeitliche Besonderheiten werden bewusst in die Planung eingebunden. So stand im Monat Mai beispielsweise die „Erdbeerzeit“ im Mittelpunkt: Die Gruppe bereitete gemeinsam einen Erdbeerkuchen zu – verbunden mit der Frage „Was verbinden Sie mit der Erdbeerzeit?“ entstanden lebendige Gespräche und persönliche Erinnerungen.
Ein nächster Schritt ist bereits in Planung: Das Alten- und Pflegeheim strebt eine offizielle Zertifizierung als MAKS®-Einrichtung an. Darüber hinaus sollen Cindy Lade und Corina Mayer zusätzlich die MAKS®-s-Qualifikation erwerben. Diese erweitert das Therapieangebot gezielt für Menschen mit schwerer Demenz.
Mit diesen Maßnahmen setzt das GZO ein starkes Zeichen für eine qualitätsgesicherte, wissenschaftlich begleitete Demenzbetreuung im Odenwaldkreis.


