Marburg, 17. Juli 2025. Das Projekt „Straßenfußball für Toleranz“ des Deutschen Fußball-Bunds (DFB) hat erneut an der Vitos Kinder- und Jugendklinik für psychische Gesundheit in Marburg Station gemacht. Über anderthalb Wochen hinweg hatten die jungen Patientinnen und Patienten die Möglichkeit, auf einem eigens aufgebauten Soccer Court zu spielen – und dabei wichtige Werte wie Teamgeist und Fair Play zu erleben und einzuüben.
Organisiert wurde das Projekt von André Nowikow, unterstützt von seinem Kollegen Benedikt Post – beide Motologen an der Klinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie. „Die Grundidee des DFB hinter dem Soccer-Court-Projekt deckt sich in hohem Maße mit den Leitgedanken der Motologie“, erklärt Nowikow. Ziel dieses therapeutischen Ansatzes ist es, durch Bewegung und Körpererfahrung die individuelle Entwicklung ganzheitlich zu fördern. Die Motologie ist ein fester Bestandteil des Behandlungskonzepts an der Klinik.
Bewegung, Begegnung und gemeinschaftliches Lernen
Im Fokus stand dabei nicht nur das Fußballspiel selbst. „Der Soccer Court bietet ein enormes Lernpotenzial für unsere Kinder und Jugendlichen“, so Nowikow. „Sie können selbstständig in Interaktion treten um gemeinschaftlich Differenzen auszuhandeln und an verschiedenen Stationen kreative Lösungswege zu erarbeiten – das fördert ihre Selbstwahrnehmung ebenso wie ihre sozialen Kompetenzen. Und natürlich kommt auch ihr natürlicher Bewegungsdrang nicht zu kurz.“ „Wir freuen uns immer wieder darüber, wie begeistert die Kinder und Jugendlichen dieses Angebot annehmen“, ergänzt Benedikt Post.
Dank der Unterstützung von Sportkoordinator Theo Schätte konnte der DFB-Soccer Court bereits zum dritten Mal im Vitos Park in Marburg aufgebaut werden. In dieser Zeit hatten Patientinnen und Patienten aller Stationen die Möglichkeit, sich in grundlegenden Prinzipien von Integration und Fairness spielerisch zu erproben. Die Resonanz war durchweg positiv. „Es ist wirklich bewegend zu sehen, wie sehr unsere Patientinnen und Patienten von diesem Angebot profitieren“, betont Klinikdirektor Dr. Christian Wolf. „Teamgeist, Fairplay – aber auch Freude an Sport und Bewegung: Für viele, die zu uns kommen, ist das eine völlig neue und wertvolle Erfahrung.“
In der Vitos Kinder- und Jugendklinik für psychische Gesundheit Marburg gibt es 70 Therapieplätze im stationären und teilstationären Bereich. Behandelt werden Kinder- und Jugendliche zwischen 6 und 18 Jahren. Häufige Krankheitsbilder sind Angststörungen, Probleme im Umgang mit anderen, Entwicklungsstörungen oder Schwierigkeiten bei Konzentration und Aufmerksamkeit.
Informationen zur Klinik: www.vitos.de/kjp-marburg
Bildunterschrift: André Nowikow (rechts) und Benedikt Post (links), Motologen an der Vitos Kinder- und Jugendklinik für psychische Gesundheit Marburg, kickten mit den Patient/-innen der kinder- und jugendpsychiatrischen Stationen im Soccer Court des DFB. (Foto: Vitos Gießen-Marburg)


